Maßnahmenfolter im Pflegeheim

Jetzt werden die Pflegeheime dicht gemacht mit Gründen, die nicht nachzuvollziehen sind. Im AWO-Heim Unnaer Straße (Döbeln), wo mein Vater ist, sei angeblich eine Bewohnerin auf dem Gang herumgelaufen und hätte wohl “irgendwas” übertragen – wahrscheinlich Atemluft.

Fazit: Jetzt werden alle Bewohnen getestet, nach Rücksprache mit den Angehörigen (Vollmacht). Wer nicht zustimmt für seinen Angehörigen, muss in Kauf nehmen, dass sein Familienmitglied das Zimmer nicht mehr verlassen kann.

Das ist die Freiheit, die wir doch immer alle wollten, oder? Da bleibt bei mir nur noch ein Wort in meinem Gedankengang und das heißt VERBRECHEN.

Der Zustand dieses Vorgehen nicht stoppen zu können ist dabei wohl das größere Übel. Es werden jetzt auch abgeänderte Pflegeverträge formuliert und an die Angehörigen versendet.

Da fehlen mir die Worte, wenn ich dann zu meiner Mutter gehe. Sie ist Gott sei Dank eine starke Natur, doch ich erlebe, dass die Freude in ihr immer mehr erlöscht. Dennoch pflege ich in mir das Licht, die Liebe und die Lebensfreude, so lange ich atme auf dieser Erde.

Frank Wenisch

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