Fehldarstellung in der DAZ durch Chefredakteur Herr Büchel in der Ausgabe vom 02.12.2020 im Artikel „Protestspaziergang“

In der Überschrift bezeichnet der Redakteur den Vorgang mit Protestspaziergang und deklariert somit das Ansinnen der Teilnehmer zum Spaziergang, schreibt dann aber von einer nicht angemeldeten Versammlung. In einem Telefongespräch, welches Frau Cornelia Kunze aus Hartha mit Herrn Büchel zur Richtigstellung der Fehldarstellung und lückenhaften Berichterstattung führte, erklärte sie dem Redakteur detailliert dessen Versäumnisse echter Recherche und die Verzerrung vom Tathergang in seinem vollen Umfang.

Der Verfasser des Artikels zum Protestspaziergang zeigte hier wie schon in vorangegangenen Artikeln ein Vermissen fachlich fundierter Arbeit. Diesen Beitrag als mediale, journalistische Informationsarbeit zu bezeichnen, ist sehr weit hergeholt. Auf die Frage von C. Kunze wie lange denn H. Büchel vor Ort das Geschehen beobachtet habe, erklärte dieser, dass er 19.15 Uhr den Marktplatz in Richtung Bäckerstraße verlassen habe. Die Ereignisse dieses Polizeieinsatzes waren jedoch erst um 20.45 Uhr beendet.

Wie ist es möglich einen Artikel über den Spaziergang zu verfassen, wenn der Verfasser dieses Berichts gerade einmal 15 min. vor Ort anwesend war?

Weiterhin äußert H. Büchel, dass er von den Polizeibeamten die Aussage erhalten habe, dass jeder Mensch, der den Obermarkt habe verlassen wollen, dies hätte auch tun können. Auch diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit. Niemand durfte den Bereich verlassen, so nach Aussage der Polizei bis die Situation seitens der Beamten geklärt sei, erklärte Frau Kunze dem Redakteur. Sie selbst war davon betroffen. Auch ein einzelner Herr verlangte mehrmals, dass er den Obermarkt verlassen möchte, mit den Worten „Ich möchte jetzt nach Hause gehen. Wieso darf ich nicht nach Hause gehen?“ Dieser Herr war sichtlich empört über das Festhalten seitens der Polizeibeamten. Auch PKWs durften nicht passieren und die Kennzeichen wurden per Funk durchgegeben und überprüft. Es waren auch nicht mehrere Vertreter von der Versammlungsbehörde des Landratsamts auf dem Obermarkt anwesend.

Nur Herr Herzog von genannter Behörde war vor Ort, der ständig den gleichen Text herunter nuschelte, dass eine Versammlung angemeldet werden müsse, woraufhin Teilnehmer des Spazierganges darauf hinwiesen, dass dies keine Demonstration sei und jeder eigenverantwortlich agiere. Herr Büchel von der DAZ behauptete weiterhin im Gespräch mit Frau Kunze, dass es eben kein Spaziergang gewesen sei, sondern eine Demonstration, welche nicht angemeldet war und Zitat H. Büchel „Darüber streiten sich schon seit Monaten die Geister“.

In diesen Monaten hat der Redakteur nicht ein einziges Mal das Gespräch mit den Spaziergängern gesucht. Dann, als die Polizei massiv präsent war und die Teilnehmer einkesselte, sieht sich H. Büchel gezwungen einen lückenhaften, nicht recherchierten Artikel zu verfassen. Da ist nicht lange zu überlegen auf welcher Seite dieser Redakteur steht und welche Interessen diese Zeitung vertritt. Mit Sicherheit nicht die Interessen der Leser, von denen einige an diesem Abend massiv bedrängt und in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden. Es ist nicht verwunderlich wie H. Büchel seinen journalistischen Auftrag erfüllt, da er ja in dieser Art und Weise bereits zum Wiederholungstäter erkennbar geworden ist. Dies ist ein bekennendes Armutszeugnis der so genannten unabhängigen Presse.

Frau Kunze wies im Gespräch mit dem Redakteur darauf hin, dass die Berichterstattung einseitig ist und sie sich dagegen verwehrt.

Aus diesem Grund werde sie ihr Jahresabo bei der DAZ sofort kündigen. H. Büchel hingegen behauptete in seiner Antwort, dass es keine einseitige Berichterstattung sei und er berichtet habe wie die Tatsachen waren. Nun, dieser Redakteur war ganze 15 Minuten vor Ort, wie er selbst bestätigte. Alles klar, die freie Presse der DDR lässt grüßen.

Von freier Presse im Jahre 2020 ist keine Spur bei der DAZ zu erkennen. Sie ist vielmehr in keiner Weise vorhanden. Fazit: In 30 Jahren „Demokratie“ nichts dazu gelernt. Da ist es wohl eine selbst geschaffene Konsequenz, wenn immer mehr Leser ihr Abos kündigen und dieser Zeitung den Rücken kehren und sich abwenden von einem „Journalismus“, der dieses Prädikat nun wahrlich nicht verdient.

Übrigens fanden tatsächlich Einkesselungen statt, zuerst auf dem Obermarkt und dann hinter dem EDEKA-Markt, wo Teilnehmer des Spazierganges an die Wand gestellt wurden und sich Leibesvisitationen aussetzen mussten. Es ist völlig klar, dass der Redaktor H. Büchel davon nichts wusste, da er zu diesem Zeitpunkt bereits über eine Stunde die Szenerie verlassen hatte. Dennoch behauptet er, er habe entsprechend den Ereignissen berichtet. So sieht also „wahrheitsgemäßer Journalismus“ der DAZ im Jahre 2020 aus.

Herzlichen Glückwunsch! Das nenne ich Konformität mit den Freiheitseinschränkungen (im Namen der Gesundheit) in unserem Land durch die inhumanen Verordnungen des Staates. Was bleibt ist eine unvollkommene Darstellung von H. Büchel, welche dem Leser eine unwahre Beschreibung der Situation auf dem Obermarkt am 30.11.2020 in der Zeit von 19.00-20.45 Uhr vermittelt. So werden zurechtgebastelte Hergänge als Wahrheit verkauft und die Leser getäuscht und offensichtlich bewusst im Unklaren gelassen.

Liebe Leser der DAZ, dafür bezahlen Sie jeden Monat eine Menge Geld. Überlegen Sie bitte wie lange Sie dies für sich noch aufrechterhalten wollen. Wer nach einer lückenlosen Berichterstattung des Polizeieinsatzes am 30.11.2020 in Döbeln sucht, dem empfehle ich nachfolgenden Artikel.

© Frank Wenisch (03.12.2020)

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