Die Medien sind voll dem, was die MSM eben in die Köpfe der Menschen hämmern wollen – dem militärischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der Energiekrise, herbeigeredeten Killervirusvarianten, düsteren Wirtschaftsprognosen usw. Doch Deutschland und Europa sind nicht der Mittelpunkt der Welt und es tut jedem gut mal eine Blick dorthin zu werfen, wo man wirklich unter den Auswirkungen des politischen Wahnsinns „der Mächtigen“ leidet.

Deshalb haben wir einen kenianischen Freund gebeten uns einen kurzen Überblick über die dortige Versorgungslage zu geben:

Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Maismehl oder Weizenmehl, Kartoffeln, Gemüse und Früchte steigen seit einigen Monaten kontinuierlich, was unverhältnismäßig heftig Familien mit niedrigeren Einkommen trifft. Im Durchschnitt verdient ein Angestellter etwa 300 US-Dollar im Monat, staatlich angestellte Lehrer etwas 400 US-Dollar. Viele müssen mit weniger auskommen, nur eine geringe Anzahl hat größere Verdienste. Vor nicht allzu langer Zeit war ein Einkaufsbudget von 60 US-Dollar genug, um die Lebensmittelvorräte zu füllen.

Jetzt bekommt man kaum das Notwendigste für das gleiche Geld:


Produkt                                 2021                    2022
2kg Maismehl               Ksh100 (0,78€)            Ksh130 (1,03€)
1kg Zwiebeln                Ksh80 (0,62€)              Ksh140 (1,11€)
1kg Tomaten                Ksh60 (0,47€)              Ksh120 (0,95€)
1l Bratöl                       Ksh200 (1,56€)            Ksh350 (2,78€)
2kg Weizenmehl          Ksh120 (0,94€)            Ksh180 (1,43€)
1kg Kartoffeln              Ksh50 (0,39€)               Ksh100 (0,79€)
1l Benzin                      Ksh100 (0,78€)             Ksh134 (1,65€)


Vor etwa einem halben Jahr bezahlte man für das Auffüllen einer 6kg-Gasflasche zum Kochen 6-8 US-Dollar, heute sind es 16-18 US-Dollar.
Diesem Anstieg der Lebenskosten liegen verschiedene, sowohl inländische als auch internationale, Faktoren zugrunde.
Der vom IMF (International Monetary Fund) ausgeübte Druck mehr Staatseinkommen zu “produzieren”, hat die Regierung veranlasst die Steuern auf alltägliche Waren wie Gas, Benzin oder Nahrungsmittel zu erhöhen. So wird Gas (zum Kochen), das viele Jahre steuerfrei verkauft wurde, seit Juli 2021 mit 16%  besteuert.

Auch verzeichnet der Kenianische Schilling einen deutlichen Wertverlust  – 6% seit Mai 2021 – durch die Verhängung der Coronamaßnahmen und dem damit verbundenen Ausbleiben der Toursimus- und Exporteinnahmen. Im Gegenzug erhöhten sich die Preise für Importwaren.

Menschen stehen an einer Tankstelle Schlange
Menschen stehen an einer Tankstelle Schlange. Da die „Oilcompanies“ die vom Staat versprochenen Subventionen nicht erhalten hatten, hielten sie die Ware zurück, so dass es zu einer künstlichen Verknappung kam.

Hinzukommt eine anhaltende Dürre, die v.a. die ländlichen Gegenden hart trifft. Etwa 2,8 Millionen Menschen werden von Hungersnot bedroht.
Trotzdem müssen sich die Kenianer auf noch weiter steigende Kosten gefasst machen, da der Russland-Ukraine-Krieg auch hier seine Spuren hinterlässt. Global ansteigende Ölpreise treiben die Inflation weiter voran –  Verteuerung des Transports, der Stromgewinnung und Warenproduktion. Die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen haben die Kosten für Brot und Mehl in ungeahnte Höhen getrieben, da unser Land sich vom Weizenimport aus Russland und der Ukraine schon seit vielen Jahren abhängig gemacht hat.


Im Englischen verfasst von Kithao Eric Mwirigi
(„Ich lebe mit meine Frau und unserem gemeinsamen Sohn in Lower Kabete, Westlands, Nairobi, Kenya und arbeite als freiberuflicher Marketingfachmann.“)